Archiv für Juni 2011

Falling Skies

Ja, ich liebe Science Fiction! Ja, ich sehe Noah Wyle seit „ER“ sehr gerne!
Und soeben lief die erste Episode der neuen Serie „Falling Skies“ von Steven Spielberg auf TNT Serie.

Allerdings habe ich grosse Vorbehalte gegen Endzeit-Stories. Ich halte die Präsentation einer positiven innovativen Zukunft für wesentlich sinnvoller und inspirierender, als die Vorstellung einer depremierenden „es sind fast alle tot, aber wir geben nicht auf“-Vision.
Nur „Battlestar Galactica“ konnte mich hier bisher trotzdem zufrieden stellen und so wie es aussieht, wird es vorerst auch dabei bleiben.

„Falling Skies“ ist sehr aufwändig produziert, bietet namhafte und sympathische Darsteller, zwar eklige aber keinesfalls eindimensionale Aliens und trotzdem fehlt mir bisher das gewisse Etwas. Optik und Stimmung erinnern mich an die 80er-Serie „Die dreibeinigen Herrscher“, natürlich mit deutlich besseren Effekten. Die Aliens wirken so übermächtig und die Menschen so zerrieben, daß man sich nur schwer vorstellen kann, wie die Autoren einigermaßen positiv aus dieser Ausgangslage wieder rauskommen wollen.

Natürlich war dies bisher erst der Pilotfilm und „Falling Skies“ bekommt definitiv bei mir noch eine Chance. Ich hoffe nur, daß die Macher die Wende hinbekommen, denn ich möchte nach dem Anschauen einer Serie besser gestimmt sein als davor…

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Crusade

Ja, ich bin ein grosser Fan von Babylon 5. Für mich stellte die Serie stets den einzigen echten Gegenpol zu Star Trek dar. Heute lief auf SyFy das erste Mal in Deutschland der Babylon 5 – Ableger „Crusade“.

Es wurden nur 13 Episoden der Serie gedreht, dann wurde aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Fernsehsender und Produzent Joe Michael Straczynski die Show eingestellt.
Man sieht der Serie an, daß sie bereits 12 Jahre auf dem Buckel hat. Die klassische Bab5-Optik mit den grob aber dafür bunt animierten Computereffekten wirkt hier aber bereits deplaziert. Da wäre 1999 mehr möglich gewesen.

Die Darsteller sind gut ausgewählt, allen voran natürlich „Nachtfalke“ Gary Cole als Captain Gideon. Auch wird mit jeder Episode die Handlung ausgefeilter und erwachsener. Bis zur überraschenden Einstellung hatte die Serie ihren Rhythmus gefunden.
Für einen Bab5-Fan ist die Musik bei Crusade eine grosse Kröte zum Schlucken. Hier zeigte die Mutterserie mit Christopher Franke und dem Berliner Filmsymphonieorchester wahre Grösse. Bei Crusade wird leider nur nerviges psychedelisches Gedudel geboten – schade.

Ich hätte gerne mehr von der Crew der Excelsior gesehen, aber es hat nicht sollen sein. Hoffen wir, daß JMS irgendwann doch noch ins Bab5-Universum zurückkehrt.
Solange sind Fans mit Crusade zumindest nicht allzu schlecht bedient. Es wäre aber mehr drin gewesen.

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Jumper

Ja, „Jumper“ hat lausige Kritiken geerntet. Gesät haben die Macher aber einen durchaus unterhaltsamen Film mit einer grandiosen Grundidee!

Die brilliante Idee eines Mannes, der an jeden Ort der Welt springen kann, trägt diesen Film komplett – und das nicht mal schlecht. „Jumper“ hat wohl hauptsächlich zwei Probleme: Logische Löcher so gross wie die Pyramiden auf dem Filmplakat und Hayden Christensen, der leider die Arroganz aus seiner Darth Vader – Rolle in diesen Film transportiert hat.

Speziell die erste Hälfte des Films ist tolles Popcornkino mit hervorragendem Unterhaltungswert. Auch wenn es mir schwer fällt, echte Sympathie zum egoistischen Hauptcharakter aufzubauen, machen die Grundidee, tolle Locations, spassige Effekte und die schnuckelige Rachel Bilson einiges wett. Doch leider hat die Autoren dann der Mut verlassen. Die Jagd auf David ist etwas arg einfallslos. Der wahre Beweggrund seiner Verfolger erschliesst sich dem Zuschauer nie wirklich und warum springen die dämlichen Jumper immer nur ein paar Meter weg, wenn sie doch genau so gut ans andere Ende der Erde in Sicherheit springen könnten? Des öfteren fragt man sich, warum David nur so blöd ist und in manche Falle tappt.
Schade um einen möglichen grandiosen Meilenstein der SciFi-Geschichte.

Nichtsdestotrotz unterhält „Jumper“ sehr gut und wäre prädestiniert für eine Fortsetzung. Doch schaffte der Film es nicht einmal die Produktionskosten von über 80 Mio. $ einzuspielen – das wird also nix.
Trotzdem ein Filmtipp von mir für kalte Winterabende.

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Friendship!

Ja, ich liebe Roadmovies!
Und „Friendship!“ ist ein verdammt gutes Beispiel für einen wunderschönen Roadmovie aus deutschen Landen.

Der Film schafft wunderbar die Balance zwischen leichter Ostalgie, dennoch deutlicher Kritik an der DDR, wunderschönen USA-Bildern, Freundschaft (welche Überraschung), Liebe, Tragik und viel Humor. Bei den beiden Hauptdarstellern ist Schweighöfer natürlich eine sichere Bank, doch überrascht auch Friedrich Mücke mit einer tollen Darbietung.
Die BluRay bietet speziell bei den Kamerafahrten über die weiten Landschaften und bei den Szenen in San Francisco ein tolles plastisches Bild!

Insgesamt ein absoluter Filmtipp, der zum Schluss mit einer tragischen Überraschung und im Abspann mit schönen Hinweisen auf den wahren Kern der Geschichte richtig bei mir punkten konnte.

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True Blood 3. Staffel

Ja, die zweite Staffel von True Blood hatte mich ein wenig enttäuscht. Aus diesem Grund habe ich mit gewissen Vorurteilen die dritte Staffel der US-Erfolgsserie in Angriff genommen.

Die Furcht vor einem Absacken à la „Heroes“ war zum Glück völlig unbegründet! Die dritte Staffel war das bisherige Highlight der Serie!

Es wurde gemordet, gepfählt, Geheimnisse enthüllt und natürlich wieder gerammelt ohne Ende. Die Geschichte von Sookie Stackhouse wird unterhaltsam weitererzählt, zu den Vampiren kommen nun auch Werwölfe hinzu und man erlebt Vampir- und Menschen-Psychopathen, daß es eine wahre Freude ist. Als Krönung der Staffel erfährt man am Ende zudem noch, warum Sookie spezielle Fähigkeiten hat.

Anna Paquin konnte mir endlich zeigen, warum sie für ihre Rolle mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Sookie durfte aber auch in dieser Staffel wunderbar leiden. Dafür hat sie nun aber auch drei Herren, die scharf auf sie sind…

Fazit: Tolle Staffel, so darf es weitergehen! Am 26. Juni startet die vierte Staffel in den USA.

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„Wetten, Dass…“ – Sommerspecial

Schade, irgendwie zeigt die letzte „Wetten, Dass…“-Ausgabe mit Thomas Gottschalk, daß aus der Sendung ziemlich die Luft raus ist.
Trotz Arena-Kulisse und Vettel, Bohlen, Klum, Lopez, Diaz und Kevin James kommt bei mir als Zuschauer keine Stimmung auf.

Die Interviews wirken sogar noch belangloser, als man es die letzten Jahre gewöhnt war. Die Wetten sind nicht schlecht, der Kokosnuss-Beisser und der Eiswürfel-Werfer waren spektakulär. Trotzdem fehlt mir der Kick an der Sendung. Es plätschert von einem Programmpunkt zum nächsten.
Es wird Zeit, den Abschied von Gottschalk zu nutzen, um die Sendung mit einem Rest an Ruhm einzustellen. Jegliche Modernisierung kann da nur peinlich werden.

Goodbye, Thomas Gottschalk!
Goodbye, Wetten, dass!

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Gran Torino

Ja, ich liebe Clint Eastwoods Alterswerk. Vor rund zwei Jahren habe ich mich sehr geärgert, daß ich „Gran Torino“ nicht im Kino gesehen habe.
Speziell als die ersten Kritiken von Clint Eastwoods „Meisterwerk“ schwärmten und er verkündete, daß dieser Film sein Abschied vor der Kamera darstellte, hatte ich das Gefühl, einen wichtigen Film verpasst zu haben.

Seit nunmehr einem guten Jahr schlummerte nun die DVD bei mir im Schrank. Irgendwie hatte immer die Zeit gefehlt oder es war einfach nicht der richtige Moment für diesen Film. Heute war es nun endlich soweit. Und ich wurde nicht enttäuscht!

Anfangs war es eine echte Herausforderung, Clint Eastwoods hingerotztes Genuschel zu verstehen. Man gewöhnte sich aber daran, zudem es super zu der Rolle des rauen Walt Kowalski passte.
Das Faszinierende für mich war, daß meine Begeisterung für diesen Film nicht vom Drehbuch gestützt wurde, sondern einzig von der Regie- und Schauspielleistung Eastwoods. Er machte aus diesem teilweise vorhersehbaren Drama ein echtes Schmuckstück in seinem Alterswerk. Wie er mit minimalstem Gesichtsmuskeleinsatz die tiefen emotionalen Veränderungen seines Charakters darstellte, war einfach grandios!
Zudem kann ich nun erstmals die Faszination für Oldtimer nachvollziehen…

Eine glatte Empfehlung für jede Filmsammlung!

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