Archiv für August 2011

Zombieland

Ja, ich hasse Horrorfilme und Splatter! Aus irgendeiner inneren Eingebung heraus, habe ich mir trotzdem „Zombieland“ auf BluRay geholt.

Und dies war kein Fehler! Schon der spektakulär ekelhafte aber witzig-kreative Vorspann zeigt, wo es die nächsten 88 Minuten hin geht. Seit „Shaun of the Dead“ konnte man sich nicht mehr so köstlich über Zombies amüsieren.

Der gesamte Film wird von den vier Hauptdarstellern getragen, die auch, wenn man von einem kurzen Cameoauftritt absieht, das gesamte Schauspielerensemble des Films darstellen – die zahlreichen Zombiestatisten klammern wir mal aus…
Woody Harrelson spielt hier definitiv die Rolle seines Lebens und die beiden Jungstars Jesse Eisenberg (The Social Network) und Emma Stone (Crazy Stupid Love, The Help) konnten sich nochmal vor ihren ersten grossen Rollen austoben.

Es ist schon verrückt, wenn ein Film über das Ende der Menschheit richtig Spass macht. Zombieland lässt einem jedoch keine andere Chance. Ach ja: Es ist geradezu skandalös, diesem Film die Einstufung FSK16 zu verpassen! Da habe ich schon harmlosere FSK18-Streifen gesehen…

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Ein Kommentar

Crazy Stupid Love

Ja, bisher konnte ich Steve Carell nicht ausstehen. Er stand für mich sinnbildlich für untalentierte niveaulose Comedy. Trotzdem habe ich mich heute in seinen neuen Film „Crazy Stupid Love“ getraut.

Und ich erlebte eine grosse Überraschung!
Der Film wird von einem erstaunlich klischeearmen Drehbuch und einem tollen Schauspielerensemble getragen – allen voran Steve Carell und Ryan Gosling! Speziell Carell gelingt es ausgezeichnet sowohl die witzigen wie auch die tragischen Szenen mit Glaubwürdigkeit zu füllen.
Viele ungewöhnliche Einfälle lassen die Zeit im Flug vergehen. Und alles wird noch gekrönt durch eine grosse Überraschung zum Schluss, die nun wirklich jeden Zuschauer im Kino erstaunt aufatmen liess!

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Super 8

Ja, meine Erwartungen waren riesig an diesen Film. Der erste Trailer liess noch klassischen Monster-Mumpitz erwarten. Als die ersten Kritiken erschienen, zeichnete sich jedoch schnell ab, daß hier etwas Grosses auf den Kinozuschauer wartete!

Und die Kritiken lagen zum Glück diesmal richtig!
Mit „Super 8“ hat J.J. Abrams eine wunderbare Hommage an die ersten SciFi-Filme von Steven Spielberg abgeliefert. Kleinstadt-Idylle und Jugendfreundschaft à la „E.T.“ lösen sich mit geheimnisvollen Szenen ab, die aus „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ stammen könnten. Und die Entgleisung des Zuges zu Beginn des Films als spektakulär zu beschreiben, wäre sogar noch kräftig untertrieben. Hier stockt wohl jedem der Atem und man wird nie wieder einem vorbeirollenden Zug auf die gleiche Art und Weise begegnen wie vor dem Film…
Perfekt umgesetzt fand ich persönlich, daß das Alien weder als bösartiger Killer noch als herzensgutes Überwesen dargestellt wurde. Es war einfach nur ein Lebewesen, das überleben wollte, dem aber auch Rachegelüste nicht fremd waren.

Sehr charmant fand ich die Darstellung des Jahres 1979. Hier gab es zahlreiche witzige Anspielungen speziell auf die technischen Entwicklungen der letzten 30 Jahre („Niemand kann einen Film über Nacht entwickeln!“). Zudem wurde das innovative Drehbuch sehr gut durch die hervorragend besetzten Jungschauspieler ergänzt. Hoffen wir mal, daß man noch öfters speziell von Elle Fanning hören wird.

Einziger Wermutstropfen war für mich das allzu rasant geschriebene Finale. Hier ging mir alles zu schnell und auch die Logik, warum die LKWs mit den Raumschiffsbauteilen noch so praktisch in der Stadt herum standen, blieb mir fremd.
Dies konnte dem grandiosen Filmerlebnis jedoch nicht schaden und zurück blieb trotzdem der bisherige Film des Jahres!

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