Unheimliche Begegnung der dritten Art – Director’s Cut

Ja, ich mag die meisten Filme von Steven Spielberg. Richard Dreyfuss sehe ich sehr gerne und eine SciFi-Story schadet für mich ja grundsätzlich nie. Trotzdem hinterließ der Film ein unbefriedigtes Gefühl bei mir und ich konnte mich wieder erinnern, daß ich ihn vor 20 Jahren schon langweilig fand.

Da der Film 1977 ein grosser Erfolg war, gehe ich nun einfach davon aus, daß es an den 35 Jahren auf dem Buckel lag, daß sich meine Begeisterung in Grenzen hielt.
Es gibt grandiose und packende Szenen speziell zu Beginn, als z.B. das Frachtschiff in der Wüste Gobi gefunden wird oder das UN-Team in Indien auf Spurensuche ist. Dafür empfand ich die Haupthandlung um den mehr und mehr verzweifelnden Ufozeugen Roy sehr anstrengend. Die gesamte Handlung entwickelt sich viel zu zäh. Ich hatte permanent das Gefühl, daß ein Drehbuch für 60 Minuten vorlag und man es auf 120 Minuten aufblasen musste.

Effektseitig leistet man sich dafür keine Schnitzer. Selbst für heutige Kinogängeraugen ist alles nahezu perfekt.

Völlig katastrophal empfand ich das Finale. Richard Dreyfuss‘ schauspielerische Leistung friert bei fasziniertem Staunen ein. Das Erscheinen der Raumschiffe wird nervtötend in die Länge gezogen, um sich dann in Effektverliebtheit zu verlieren. Völlig abgeschrieben habe ich den Film dann spätestens bei Auftauchen der Aliens. Hier wäre weniger definitv mehr gewesen. Einfach ein helles Licht und fertig. Aber nein, man muss natürlich noch fürchterlich klischeehafte haarlose Gnome mit grossen Glubschern vor die Kamera jagen – gruselig.

Fazit: Positiv bleibt festzuhalten, daß es Steven Spielberg gelang, den Erstkontakt nicht nur als USA-Show zu zeigen und die Kommunikation per Tonfolgen und Licht recht realistisch wirkt. Auch die Spezialeffekte waren für 1977 herausragend.  Ein etwas strafferes Drehbuch und weniger Effekthascherei hätten ein echtes Meisterwerk entstehen lassen können. So bleibt jedoch nur ein Film, der technisch bereits im 21. Jahrhundert angekommen aber dramaturgisch tief in den 70ern stecken geblieben war.

Wikipedia

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