Archiv für Juni 2012

The Prestige – Die Meister der Magie

Ja, manchmal dauert es bei mir auch bei hochgelobten Filmen etwas länger, bis ich sie mir anschaue. Gestern Abend war dann endlich „The Prestige“ von Batman-Regisseur Christopher Nolan fällig.

Viele Jahre hatte ich schon immer wieder mal kurze Ausschnitte des Films gesehen, die mich sehr neugierig machten aber tlw. auch abschreckten. Erst als ich wenige Szenen von Hugh Jackman mit David Bowie als Nikola Tesla sah, wusste ich, daß ich diesen Film irgendwann anschauen muss.

Gestern Abend war also endlich die BluRay fällig. Und ich wurde nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil!

Der nahezu lebenslange Wettstreit zweier Magier in der Zeit um die Wende des 19. zum 20. Jahrhunderts wusste von den ersten Minuten an zu faszinieren. Eine meiner Sorgen, daß der Extremschauspieler Christian Bale einen zu grossen Kontrast zum eher klassischen Darsteller Hugh Jackman bilden würde, erwies sich als belanglos. Die beiden waren perfekt ausgewählt für ihre Rollen.

Visuell ist der Film von Christopher Nolans Bildsprache geprägt, deren optische Wucht fast permanent auf den Zuschauer eintrommelt, so wie er es auch in seinen Batman-Filmen und „Inception“ zeigen konnte. Alle diese Filme verbindet ein extrem markanter Stil in der Art der Ausstattung und der Auswahl der Locations. Faszinierend ist auch, daß der Film keinem Genre zuzuordnen ist. Mal ist er Historiendrama, mal Mystery-Krimi und dann zum Teil sogar Science Fiction. Doch das ist schon fast zu viel Information, ohne eine Menge zu verraten.

Der Auftritt von David Bowie als Nikola Tesla in der Mitte des Film ist wie von mir erwartet ein Highlight, sowohl vom Darstellerischen (obwohl er den kroatischen Akzent nicht gut kopiert) als auch vom Fortschritt der Handlung. Es war sehr schön, den alten Knochen mal wieder in einer tollen Filmrolle zu sehen.

Die restlichen tragenden Rollen sind mit Michael Caine und Scarlett Johannson sehr gut und glaubwürdig besetzt. Gerade Michael Caine zeigt mit seinem Alterswerk einen sehr guten Geschmack bei der Drehbuchauswahl.

Während des gesamten Films dürfte dem Zuschauer klar sein, daß er auf ein „überraschendes“ Finale zusteuern dürfte.
Doch dieser Ausdruck würde dem Filmende nicht gerecht. Nolan gelingt es, über die letzte Viertelstunde einen Handlungsknaller nach dem anderen abzufeuern. Ich hatte in der zweiten Hälfte, wie wahrscheinlich so viele, auch ein paar Theorien über die Auflösung im Kopf – ich war aber immer nur nah dran.

Und die letzten 15 Minuten machen in diesem Fall aus einem ungewöhnlichen aber sehr unterhaltsamen Film ein Meisterwerk der Filmgeschichte, das beim zweiten Anschauen nicht mehr der selbe Film sein wird!

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Freundschaft Plus (No Strings Attached)

Ja, ich hab mal wieder was Romantisches angeschaut! Zu meinem Filmgeschmack stehe ich absolut – außerdem mag ich sowohl Natalie Portman wie auch Ashton Kutcher!

Adam und Emma begegnen sich seit ihrer Jugend alle paar Jahre. Irgendwann entwickelt sich eine sexuelle Beziehung, bei der es speziell der distanzierten Emma sehr wichtig ist, daß Liebe keine Rolle spielen soll.

Ja natürlich kommt es, wie es kommen muss! Aber die Art, wie der Film das ganze Thema aufbereitet, war wirklich toll.
Die beiden Hauptdarsteller wirken sehr frisch und werden von tollen Nebendarstellern unterstützt, allen voran Kevin Kline als Adams Vater. Er ist einfach grandios und das Comedy-Highlight des Films.
Regisseur Ivan Reitman (Ghostbusters, Zwillinge, Kindergarten Cop) gelingt es hervorragend, die Handlung romantisch, witzig, sehr kurzweilig und das bei gleichzeitig sehr angenehmem Realismus über die 108 Minuten voran zu treiben.

…und Natalie Portman ist richtig schnuckelig!

Wikipedia

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Once upon a time

Ja, es ist sehr schwer, die Handlung dieser Serie zu beschreiben, ohne daß es total bekloppt klingt. Trotzdem glaube ich, hier mit einer echten Serienperle begonnen zu haben!

Die Serie handelt von der hochbegabten Kopfgeldjägerin Emma Swan, an deren 28. Geburtstag ihr vor 10 Jahren zur Adoption freigegebener Sohn in ihr Leben tritt und ihr erzählt, daß sie die Tochter von Schneewittchen ist! Ja, das ist wirklich die Grundhandlung und ernst gemeint!
Ihr Sohn lebt in einem kleinen Ort in Maine, in dem die Zeit eingefroren sein soll und alle Einwohner ehemalige Märchengestalten sind aber sich aufgrund eines Fluchs nicht daran erinnern können.

Ja, das ist starker Tobak! Umso erstaunlicher ist der hohe Unterhaltungswert der ersten Episoden. Die Handlung springt zwischen früherem „Märchenreich“ und Gegenwart hin und her und erschliesst so langsam die Hintergründe.

Die Hauptdarsteller sind sehr gut ausgewählt und waren mir bis auf Robert Carlyle als Rumpelstilzchen bzw. Mr. Gold völlig unbekannt.
Es gelingt der Serie erstaunlich gut, das Märchenreich sehr „realitätsbezogen“ zu zeigen, ohne den märchenhaften Charakter zu zerstören. Genau so ist der Ort Storybrooke in Maine leicht romantisiert dargestellt, was einen surrealen Eindruck hinterlässt.

Fazit: Eine grandiose und mutige Ausgangsidee, die mit charmanten Darstellern mit Leben gefüllt wird. Die zweite Staffel wurde kürzlich in Auftrag gegeben.
Ich hoffe nur, daß die Handlung nicht bis aufs Letzte ausgequetscht wird. Die Grundidee fordert einen klaren Handlungsbogen und vor allem einen Abschluss! Hoffen wir mal auf die Vernunft der kreativen Köpfe.

http://de.wikipedia.org/wiki/Once_Upon_a_Time

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