Archiv für die Kategorie 1980-89

The Blues Brothers

Ja, das ist ein echter Kultfilm der 80er, den ich mir heute auf BluRay angeschaut habe. Ich war sehr gespannt, wie der Film nach bestimmt 15 Jahren auf mich wirken würde.

Ich konnte feststellen, daß der Film mit dem Alter an Attraktivität gewinnt. Damit meine ich nicht das Alter des Films sondern mein eigenes Alter. So langsam kennt man jeden Gaststar, der in dem über zweistündigen Werk von Dan Aykroyd und John Landis einen noch so kurzen Auftritt absolviert. Und auch die Musik rückt mir langsam näher.
Von der DVD-Variante habe ich schon viel Schlechtes gelesen. Die BluRay kann ich problemlos empfehlen. Für einen Film dieses Alters sind Bild- und Tonqualität einwandfrei aufbereitet worden. Als Bonusmaterial gibt es ein sehr ausführliches Making Of, eine Doku über die Musik und eine über den früh verstorbenen John Belushi.

Optimalerweise geniesst man den Film bei einem gemütlichen Abend mit Freunden in Partylaune. Eine tiefsinnige Analyse der Story, um die Brüder Blues, die ihre alte Band zusammen trommeln, um ihr altes Waisenhaus zu retten, landet zwangsläufig in zahllosen Logiklöchern. Darum geht es bei „The Blues Brothers“ aber auch gar nicht.
Der Film war Höhepunkt eines Blues Brothers – Hypes, der 1977 mit der Show „Saturday Night Live“ seinen Anfang nahm. Hier traten Dan Aykroyd und John Belushi mehrfach als Elwood und Jake Blues auf. Eher als Gag gedacht war dann der Auftritt als Vorgruppe von Steve Martin. Das daraus entstandene Livealbum wurde in den USA ein Riesenhit und die Band ging auf Tour. Ende der 70er entwickelte dann Dan Aykroyd das Drehbuch zum Film, das John Landis dann verfilmte.

Der Film hat 1980 ca. 27 Mio. $ gekostet. Das war damals eine richtig ordentliche Summe in Hollywood und ist dem Film in den Actionszenen deutlich anzusehen. Es wurde weder an Material noch an Statisten gespart. Trotzdem steht über die komplette Handlung hinweg rein der Spass im Vordergrund. Der Spass an Musik, der Spass an Slapstick und vor allem zum Finale hin der Spass an automobilen Materialschlachten. Die musikalischen und cineastischen Gaststars (Ray Charles, James Brown, Aretha Franklin, Carrie Fisher uvm.) werten den Film zusätzlich auf.

Und endlich habe ich beim Finale Steven Spielberg in seiner kleinen Rolle erkannt…

Wikipedia

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Die Glücksritter (Trading Places)

Ja, ich mag den Eddie Murphy der 80er-Jahre in fast allen seinen Filmen. In „Die Glücksritter“ landet er mit seiner erst zweiten Hauptrolle gleich mal einen Oberknaller!

Das Drehbuch ist aktueller denn je: Zwei reiche alte Knacker wetten aus Langeweile darum, ob es Ihnen gelingt aus ihrem verhätschelten Schützling einen gewalttätigen Penner und aus einem ärmlichen Bettler einen erfolgreichen Geschäftsmann zu machen.

Dies ist einer der Filme, der bis in die letzte Nebenrolle grandios besetzt wurde. Eddie Murphy spielt hier noch in Bestform den im Herzen grundehrlichen Ganoven und Dan Aykroyd kann sich hier in zahllosen Szenen komödiantisch austoben. Die beiden „Alten“ Don Ameche und Ralph Bellamy haben sichtlich Spass an ihren Rollen. Speziell Don Ameche konnte in den 80ern noch weitere Hits wie die beiden „Cocoon“-Teile landen. Beide Darsteller und Charaktere tauchen erneut kurz als Cameo in „Der Prinz aus Zamunda“ auf.
Jamie Lee Curtis als liebenswerte Prostituierte zeigt sich hier noch ungewohnt „zeigefreudig“, ist aber nicht nur deswegen ein Schmankerl. Auch Denholm Elliot (Indy 1+3) als Butler Coleman kann mimisch so manche Szene aufwerten.

Der Film haut natürlich seine moralische Botschaft den Zuschauern mit dem grossen Hammer um die Ohren. Da an der gezeigten Willkürlichkeit des wirtschaftlichen Erfolgs aber sicherlich etwas dran ist, verzeiht man dies sehr gerne den Autoren. Alles in allem ist „Die Glücksritter“ eine schöne altmodische Komödie, mit ein paar kapitalismuskritischen Anflügen und tollen Darstellern!

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