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Torchwood – Miracle Day

Ja, ich war ziemlich nervös, wie die vierte Staffel von Torchwood verlaufen würde. In den Foren und auf Facebook zeigten viele Fans ihren Unmut vor allem über das Finale der Staffel. Heute habe ich nun die letzte Scheibe der BluRay-Box angeschaut.

Die dritte Staffel „Children of Earth“ war in Grossbritannien mit fast 30% Einschaltquote ein Strassenfeger und auch in Deutschland für RTL2 ein grosser Erfolg. In „Miracle Day“ wird nun erneut eine episodenübergreifende Geschichte erzählt. In diesem Fall werden die letzten beiden Torchwood-Mitglieder damit konfrontiert, daß von einer Sekunde auf die andere auf der gesamten Welt kein Mensch mehr stirbt! Man kann weiterhin verletzt werden, erkranken und man altert – stirbt aber nicht mehr.

Was wurde vorab diskutiert, weil Torchwood nun ausser von der BBC auch vom amerikanischen Sender Starz produziert wurde. Natürlich ist der amerikanische (und damit mainstreamige) Einfluss spürbar. Trotzdem blieb für mich der etwas „andere“ Grundcharakter der Serie erhalten. Es gab weiterhin drastische Charakterentwicklungen, skurrile Ideen und einen geheimnisvollen Jack Harkness, der sich homoerotisch austoben durfte (ich kann mir nicht vorstellen, daß alle betreffenden Szenen so in den USA über den Bildschirm flimmerten).


Die britische Hauptdarstellerriege wurde um Mekhi Phifer ergänzt, den ich seit „ER“ toll finde und der sehr gut zur bekannten Mannschaft passte. Dann muss natürlich der grossartige Bill Pullman erwähnt werden! Ich kannte ihn nur als Präsidenten in „Independence Day“ oder als Softie in „Während Du schliefst“. Und dann dieser Auftritt! Ein psychopathischer Kinderschänder mit einer richtig fiesen Fresse, der die Todesstrafe überlebt – die Rolle seines Lebens! Da störte es kaum, daß sein Charakter völlig unnötig für die Gesamthandlung war. Es war eine Freude, seinem Minenspiel zuzuschauen!

Der Staffel war das höhere Budget dank US-Beteiligung deutlich anzusehen. Sowohl Ausstattung wie auch Effekte waren absolut auf Höhe der Zeit. Bis zu den kleineren Nebendarstellern wurde eine tolle Besetzung mit teilweise recht bekannten Namen geboten. Für Star Trek Fans gab es zudem Auftritte von Nana Visitor und John DeLancie.

Natürlich gibt es einige Logiklöcher. Das ist ja schon fast eine feste Tradition bei Torchwood wie auch bei Doctor Who. Zum Beispiel wurde mir nicht klar, was Jacks enttäuschte Liebschaft Angelo für einen Sinn hatte. Genauso ist die Unsterblichkeit von Rex nicht nachvollziehbar. Aber vielleicht hilft uns da eine eventuelle fünfte Staffel weiter.
Auch mit der Auflösung des Phänomens konnte ich sehr gut leben. Die Idee dahinter war natürlich britisch skurril und passte daher für mich sehr gut zur Gesamtstimmung der Serie.
Ich hoffe auf eine Fortsetzung von Torchwood, denn noch längst ist nicht alles über Jack Harkness erzählt – da bin ich mir sicher!

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Once upon a time

Ja, es ist sehr schwer, die Handlung dieser Serie zu beschreiben, ohne daß es total bekloppt klingt. Trotzdem glaube ich, hier mit einer echten Serienperle begonnen zu haben!

Die Serie handelt von der hochbegabten Kopfgeldjägerin Emma Swan, an deren 28. Geburtstag ihr vor 10 Jahren zur Adoption freigegebener Sohn in ihr Leben tritt und ihr erzählt, daß sie die Tochter von Schneewittchen ist! Ja, das ist wirklich die Grundhandlung und ernst gemeint!
Ihr Sohn lebt in einem kleinen Ort in Maine, in dem die Zeit eingefroren sein soll und alle Einwohner ehemalige Märchengestalten sind aber sich aufgrund eines Fluchs nicht daran erinnern können.

Ja, das ist starker Tobak! Umso erstaunlicher ist der hohe Unterhaltungswert der ersten Episoden. Die Handlung springt zwischen früherem „Märchenreich“ und Gegenwart hin und her und erschliesst so langsam die Hintergründe.

Die Hauptdarsteller sind sehr gut ausgewählt und waren mir bis auf Robert Carlyle als Rumpelstilzchen bzw. Mr. Gold völlig unbekannt.
Es gelingt der Serie erstaunlich gut, das Märchenreich sehr „realitätsbezogen“ zu zeigen, ohne den märchenhaften Charakter zu zerstören. Genau so ist der Ort Storybrooke in Maine leicht romantisiert dargestellt, was einen surrealen Eindruck hinterlässt.

Fazit: Eine grandiose und mutige Ausgangsidee, die mit charmanten Darstellern mit Leben gefüllt wird. Die zweite Staffel wurde kürzlich in Auftrag gegeben.
Ich hoffe nur, daß die Handlung nicht bis aufs Letzte ausgequetscht wird. Die Grundidee fordert einen klaren Handlungsbogen und vor allem einen Abschluss! Hoffen wir mal auf die Vernunft der kreativen Köpfe.

http://de.wikipedia.org/wiki/Once_Upon_a_Time

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EUReKA – Die geheime Stadt

Ja, ich habe eine neue aktuelle Lieblingsserie! Ich stehe am Beginn der 4. Staffel „EUReKA“ und habe dies soeben beschlossen.

Die Serie handelt von der amerikanischen Kleinstadt Eureka, die streng geheim und abgeschirmt seit den 1940er-Jahren die talentiertesten Wissenschaftler der ganzen Welt beherbergt. Hauptcharakter ist Jack Carter, der mit seiner Tochter durch einen Autounfall auf Eureka stösst und dort den Posten des Sheriff annimmt.
Wikipedia-Artikel

Die Serie empfinde ich als einen tollen SciFi-Appetizer, da die Zuschauer nicht zwingend SciFi-Fans sein müssen, um die Serie zu mögen. Die Geschichten funktionieren wunderbar als Komödie oder Krimi und der SciFi-Aspekt ist zwar stets gegenwärtig aber oft nicht ausschlaggebend.
Die gesamte Serie ist von dem Running Gag durchzogen, daß der intellektuell minderbemittelt wirkende Sheriff fast jede Situation durch seinen Einfallsreichtum lösen kann, obwohl er von den klügsten Köpfen der Welt umgeben ist. Unterstützt von vielen liebenswerten Charakteren, ordentlichen Effekten, sehr mutigen SciFi-Ideen und einem in jeder Staffel sauspannenden episodenübergreifenden Handlungsbogen vermag einen die Serie in nahezu jeder Episode von Anfang an fesseln.
Allein die Grundidee, daß nahezu alle technischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte in Eureka entwickelt wurden und der Ort immer Jahrzehnte dem Rest der Welt voraus eilt, bringt jede Menge Spass!

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge vernahm ich die Nachricht, daß EUReKA aufgrund der hohen Produktionskosten mit Ende der fünften Staffel eingestellt wird. Mit einem lachenden Auge, da dies ein geplantes Finale ermöglich. Damit kann die Serie harmonisch ausklingen – denn ein abruptes und vor allem offenes Ende hat schon viele tolle Serien zum Schluss hin ruiniert.

Ich freue mich aber nun erst mal auf die vierte Staffel! Hier wird durch mein Lieblingsthema Zeitreise die Welt von Eureka durcheinander gewirbelt und die Hauptcharaktere müssen mit einer veränderten Gegenwart weiterleben. Es ist eine mutige Idee, nach drei Staffeln eine Serie so aufzuwirbeln. Da dadurch aber James Callis (Baltar von Battlestar Galactica) ein neuer Hauptcharakter werden kann, freue ich mich schon allein deswegen darüber!

Auf daß Global Dynamics und Jack Carter wieder einmal die Welt retten!

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The Walking Dead

Ja, ich habe hier schon mal geschrieben, daß Zombies und Horror nicht so meine Geschmacksrichtung sind. Trotzdem habe ich gestern den Anfang der Serie „The Walking Dead“ auf Fox angeschaut.

Ich hatte vorab schon einiges über die Serie gehört. Basierend auf einem Comic, wird die Zeit nach dem Ausbruch einer Seuche gezeigt, die fast alle Menschen in Zombies verwandelt hat. Hauptdarsteller Andrew Lincoln spielt einen ehemaligen Sheriff, der zusammen mit weiteren Überlebenden auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort ist.

Andrew Lincoln fand ich schon in „Tatsächlich…Liebe“ richtig toll. Auch hier ist er die perfekte Besetzung für die Rolle des verzweifelten aber tatkräftigen Polizisten. Auch die weiteren Darsteller sind sehr gut ausgewählt.
Produziert wird die Serie u.a. von Gale Anne Hurd (Terminator, Aliens, Abyss) und Frank Darabont, dem Regisseur von „Die Verurteilten“ und „The Green Mile“, der beim Pilotfilm auch Autor und Regisseur in Personalunion war.

So sehr ich die Filme von Frank Darabont liebe (in meinen persönlichen Top 10 sind drei Filme von ihm), so wenig kann er diese toll gemachte Serie für mich retten. Freunde des Splatters können hier aufjohlen – die FSK18-Einstufung in Deutschland ist absolut gerechtfertigt. Es wird  gemeuchelt was die Sendezeit hergibt. Der Wille zum Tabubruch im Fernsehen ist deutlich zu spüren und es wird mir alles doch in einer etwas zu detaillierten Effektverliebtheit gezeigt.

Mein Fazit: Tolle Schauspieler, grandiose Effekte, gute Drehbücher – aber mir zu eklig und zu gruselig.

-Update-
Die Serie hat mir keine Ruhe gelassen. Ich habe mir nun die erste Staffel auf BluRay geholt und die sechs Episoden komplett angeschaut. Der Ekelfaktor hielt sich dann doch stark in Grenzen und die Charaktere rückten stärker in den Vordergrund.
Sicherlich unterstützt von der Musik von Battlestar-Komponist Bear McCreary, erinnerten mich die Charakterzeichnungen und auch die Drehbuchwendungen stark an den SciFi-TV-Meilenstein „Battlestar Galactica“. Es gibt auch hier sehr realitätsnah fast nur „graue“ Protagonisten. Es gibt kaum schwarz/weiss-Darstellungen. Das gefällt mir sehr sehr gut.
Ich freue mich schon auf die zweite Staffel – das dürfte toll werden!

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Falling Skies

Ja, ich liebe Science Fiction! Ja, ich sehe Noah Wyle seit „ER“ sehr gerne!
Und soeben lief die erste Episode der neuen Serie „Falling Skies“ von Steven Spielberg auf TNT Serie.

Allerdings habe ich grosse Vorbehalte gegen Endzeit-Stories. Ich halte die Präsentation einer positiven innovativen Zukunft für wesentlich sinnvoller und inspirierender, als die Vorstellung einer depremierenden „es sind fast alle tot, aber wir geben nicht auf“-Vision.
Nur „Battlestar Galactica“ konnte mich hier bisher trotzdem zufrieden stellen und so wie es aussieht, wird es vorerst auch dabei bleiben.

„Falling Skies“ ist sehr aufwändig produziert, bietet namhafte und sympathische Darsteller, zwar eklige aber keinesfalls eindimensionale Aliens und trotzdem fehlt mir bisher das gewisse Etwas. Optik und Stimmung erinnern mich an die 80er-Serie „Die dreibeinigen Herrscher“, natürlich mit deutlich besseren Effekten. Die Aliens wirken so übermächtig und die Menschen so zerrieben, daß man sich nur schwer vorstellen kann, wie die Autoren einigermaßen positiv aus dieser Ausgangslage wieder rauskommen wollen.

Natürlich war dies bisher erst der Pilotfilm und „Falling Skies“ bekommt definitiv bei mir noch eine Chance. Ich hoffe nur, daß die Macher die Wende hinbekommen, denn ich möchte nach dem Anschauen einer Serie besser gestimmt sein als davor…

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Crusade

Ja, ich bin ein grosser Fan von Babylon 5. Für mich stellte die Serie stets den einzigen echten Gegenpol zu Star Trek dar. Heute lief auf SyFy das erste Mal in Deutschland der Babylon 5 – Ableger „Crusade“.

Es wurden nur 13 Episoden der Serie gedreht, dann wurde aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Fernsehsender und Produzent Joe Michael Straczynski die Show eingestellt.
Man sieht der Serie an, daß sie bereits 12 Jahre auf dem Buckel hat. Die klassische Bab5-Optik mit den grob aber dafür bunt animierten Computereffekten wirkt hier aber bereits deplaziert. Da wäre 1999 mehr möglich gewesen.

Die Darsteller sind gut ausgewählt, allen voran natürlich „Nachtfalke“ Gary Cole als Captain Gideon. Auch wird mit jeder Episode die Handlung ausgefeilter und erwachsener. Bis zur überraschenden Einstellung hatte die Serie ihren Rhythmus gefunden.
Für einen Bab5-Fan ist die Musik bei Crusade eine grosse Kröte zum Schlucken. Hier zeigte die Mutterserie mit Christopher Franke und dem Berliner Filmsymphonieorchester wahre Grösse. Bei Crusade wird leider nur nerviges psychedelisches Gedudel geboten – schade.

Ich hätte gerne mehr von der Crew der Excelsior gesehen, aber es hat nicht sollen sein. Hoffen wir, daß JMS irgendwann doch noch ins Bab5-Universum zurückkehrt.
Solange sind Fans mit Crusade zumindest nicht allzu schlecht bedient. Es wäre aber mehr drin gewesen.

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True Blood 3. Staffel

Ja, die zweite Staffel von True Blood hatte mich ein wenig enttäuscht. Aus diesem Grund habe ich mit gewissen Vorurteilen die dritte Staffel der US-Erfolgsserie in Angriff genommen.

Die Furcht vor einem Absacken à la „Heroes“ war zum Glück völlig unbegründet! Die dritte Staffel war das bisherige Highlight der Serie!

Es wurde gemordet, gepfählt, Geheimnisse enthüllt und natürlich wieder gerammelt ohne Ende. Die Geschichte von Sookie Stackhouse wird unterhaltsam weitererzählt, zu den Vampiren kommen nun auch Werwölfe hinzu und man erlebt Vampir- und Menschen-Psychopathen, daß es eine wahre Freude ist. Als Krönung der Staffel erfährt man am Ende zudem noch, warum Sookie spezielle Fähigkeiten hat.

Anna Paquin konnte mir endlich zeigen, warum sie für ihre Rolle mit dem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Sookie durfte aber auch in dieser Staffel wunderbar leiden. Dafür hat sie nun aber auch drei Herren, die scharf auf sie sind…

Fazit: Tolle Staffel, so darf es weitergehen! Am 26. Juni startet die vierte Staffel in den USA.

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