Once upon a time

Ja, es ist sehr schwer, die Handlung dieser Serie zu beschreiben, ohne daß es total bekloppt klingt. Trotzdem glaube ich, hier mit einer echten Serienperle begonnen zu haben!

Die Serie handelt von der hochbegabten Kopfgeldjägerin Emma Swan, an deren 28. Geburtstag ihr vor 10 Jahren zur Adoption freigegebener Sohn in ihr Leben tritt und ihr erzählt, daß sie die Tochter von Schneewittchen ist! Ja, das ist wirklich die Grundhandlung und ernst gemeint!
Ihr Sohn lebt in einem kleinen Ort in Maine, in dem die Zeit eingefroren sein soll und alle Einwohner ehemalige Märchengestalten sind aber sich aufgrund eines Fluchs nicht daran erinnern können.

Ja, das ist starker Tobak! Umso erstaunlicher ist der hohe Unterhaltungswert der ersten Episoden. Die Handlung springt zwischen früherem „Märchenreich“ und Gegenwart hin und her und erschliesst so langsam die Hintergründe.

Die Hauptdarsteller sind sehr gut ausgewählt und waren mir bis auf Robert Carlyle als Rumpelstilzchen bzw. Mr. Gold völlig unbekannt.
Es gelingt der Serie erstaunlich gut, das Märchenreich sehr „realitätsbezogen“ zu zeigen, ohne den märchenhaften Charakter zu zerstören. Genau so ist der Ort Storybrooke in Maine leicht romantisiert dargestellt, was einen surrealen Eindruck hinterlässt.

Fazit: Eine grandiose und mutige Ausgangsidee, die mit charmanten Darstellern mit Leben gefüllt wird. Die zweite Staffel wurde kürzlich in Auftrag gegeben.
Ich hoffe nur, daß die Handlung nicht bis aufs Letzte ausgequetscht wird. Die Grundidee fordert einen klaren Handlungsbogen und vor allem einen Abschluss! Hoffen wir mal auf die Vernunft der kreativen Köpfe.

http://de.wikipedia.org/wiki/Once_Upon_a_Time

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Ein Kommentar

Sommer in Orange

Ja, das ist jetzt schon die zweite bayerische Komödie bei mir innerhalb kürzester Zeit! Und sie ist auch wieder von Marcus H. Rosenmüller, dem Regisseur von „Wer früher stirbt ist länger tot„.

Der Film von 2011 spielt in einem fiktiven bayerischen Dorf, in dem im Jahr 1980 eine Gruppe Bhagwan-Anhänger einen alten Bauernhof erbt und dort einzieht.

Es gelingt dem Regisseur und den Darstellern wunderbar, die Gegensätze und Schrulligkeiten beider Seiten zu zeigen, ohne diese in die Lächerlichkeit zu ziehen – auch wenn man hin und wieder gerade mal noch die Kurve kriegt. Das Interessante war für mich, daß mir manchmal die eingefahrenen Traditionen der bayerischen Ureinwohner befremdlicher vor kamen, als die Rituale der abgehobenen Hippie-Übrigbleibsel!
Leider fehlt dem Film die Bissigkeit und der schwarze Humor seines Vorgängers. Nur in ganz wenigen richtig frechen Szenen zeigt sich, wozu der Regisseur imstande ist. Der restliche Film ist aber trotzdem amüsant und tlw. auch sehr aufschlussreich über die Stimmung im Deutschland der Endsiebziger/Achtziger.
Da die Autorin des Films selbst in einer bayerischen Bhagwan-Kommune aufgewachsen ist, fürchte ich, daß das meiste Gezeigte der Realität entsprach.

Die BluRay ist erwartungsgemäß qualitativ einwandfrei und mit zahlreichen Extras wie geschnittenen Szenen, Outtakes, Making-Of und einer Doku über die stets markante Musik in den Rosenmüller-Filmen ausgestattet. Witzig ist auch die Option der Hochdeutsch-Untertitelung für die bayerischen Sequenzen – war bei mir aber nicht nötig.

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The Blues Brothers

Ja, das ist ein echter Kultfilm der 80er, den ich mir heute auf BluRay angeschaut habe. Ich war sehr gespannt, wie der Film nach bestimmt 15 Jahren auf mich wirken würde.

Ich konnte feststellen, daß der Film mit dem Alter an Attraktivität gewinnt. Damit meine ich nicht das Alter des Films sondern mein eigenes Alter. So langsam kennt man jeden Gaststar, der in dem über zweistündigen Werk von Dan Aykroyd und John Landis einen noch so kurzen Auftritt absolviert. Und auch die Musik rückt mir langsam näher.
Von der DVD-Variante habe ich schon viel Schlechtes gelesen. Die BluRay kann ich problemlos empfehlen. Für einen Film dieses Alters sind Bild- und Tonqualität einwandfrei aufbereitet worden. Als Bonusmaterial gibt es ein sehr ausführliches Making Of, eine Doku über die Musik und eine über den früh verstorbenen John Belushi.

Optimalerweise geniesst man den Film bei einem gemütlichen Abend mit Freunden in Partylaune. Eine tiefsinnige Analyse der Story, um die Brüder Blues, die ihre alte Band zusammen trommeln, um ihr altes Waisenhaus zu retten, landet zwangsläufig in zahllosen Logiklöchern. Darum geht es bei „The Blues Brothers“ aber auch gar nicht.
Der Film war Höhepunkt eines Blues Brothers – Hypes, der 1977 mit der Show „Saturday Night Live“ seinen Anfang nahm. Hier traten Dan Aykroyd und John Belushi mehrfach als Elwood und Jake Blues auf. Eher als Gag gedacht war dann der Auftritt als Vorgruppe von Steve Martin. Das daraus entstandene Livealbum wurde in den USA ein Riesenhit und die Band ging auf Tour. Ende der 70er entwickelte dann Dan Aykroyd das Drehbuch zum Film, das John Landis dann verfilmte.

Der Film hat 1980 ca. 27 Mio. $ gekostet. Das war damals eine richtig ordentliche Summe in Hollywood und ist dem Film in den Actionszenen deutlich anzusehen. Es wurde weder an Material noch an Statisten gespart. Trotzdem steht über die komplette Handlung hinweg rein der Spass im Vordergrund. Der Spass an Musik, der Spass an Slapstick und vor allem zum Finale hin der Spass an automobilen Materialschlachten. Die musikalischen und cineastischen Gaststars (Ray Charles, James Brown, Aretha Franklin, Carrie Fisher uvm.) werten den Film zusätzlich auf.

Und endlich habe ich beim Finale Steven Spielberg in seiner kleinen Rolle erkannt…

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Unheimliche Begegnung der dritten Art – Director’s Cut

Ja, ich mag die meisten Filme von Steven Spielberg. Richard Dreyfuss sehe ich sehr gerne und eine SciFi-Story schadet für mich ja grundsätzlich nie. Trotzdem hinterließ der Film ein unbefriedigtes Gefühl bei mir und ich konnte mich wieder erinnern, daß ich ihn vor 20 Jahren schon langweilig fand.

Da der Film 1977 ein grosser Erfolg war, gehe ich nun einfach davon aus, daß es an den 35 Jahren auf dem Buckel lag, daß sich meine Begeisterung in Grenzen hielt.
Es gibt grandiose und packende Szenen speziell zu Beginn, als z.B. das Frachtschiff in der Wüste Gobi gefunden wird oder das UN-Team in Indien auf Spurensuche ist. Dafür empfand ich die Haupthandlung um den mehr und mehr verzweifelnden Ufozeugen Roy sehr anstrengend. Die gesamte Handlung entwickelt sich viel zu zäh. Ich hatte permanent das Gefühl, daß ein Drehbuch für 60 Minuten vorlag und man es auf 120 Minuten aufblasen musste.

Effektseitig leistet man sich dafür keine Schnitzer. Selbst für heutige Kinogängeraugen ist alles nahezu perfekt.

Völlig katastrophal empfand ich das Finale. Richard Dreyfuss‘ schauspielerische Leistung friert bei fasziniertem Staunen ein. Das Erscheinen der Raumschiffe wird nervtötend in die Länge gezogen, um sich dann in Effektverliebtheit zu verlieren. Völlig abgeschrieben habe ich den Film dann spätestens bei Auftauchen der Aliens. Hier wäre weniger definitv mehr gewesen. Einfach ein helles Licht und fertig. Aber nein, man muss natürlich noch fürchterlich klischeehafte haarlose Gnome mit grossen Glubschern vor die Kamera jagen – gruselig.

Fazit: Positiv bleibt festzuhalten, daß es Steven Spielberg gelang, den Erstkontakt nicht nur als USA-Show zu zeigen und die Kommunikation per Tonfolgen und Licht recht realistisch wirkt. Auch die Spezialeffekte waren für 1977 herausragend.  Ein etwas strafferes Drehbuch und weniger Effekthascherei hätten ein echtes Meisterwerk entstehen lassen können. So bleibt jedoch nur ein Film, der technisch bereits im 21. Jahrhundert angekommen aber dramaturgisch tief in den 70ern stecken geblieben war.

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Iron Sky

Ja, selten habe ich einem Film so entgegen gefiebert wie „Iron Sky“. Doch konnte der Film die Erwartungshaltung des angeheizten Publikums befriedigen?

Von der Marketingseite wurde nahezu alles richtig gemacht, was man heutzutage nur richtig machen kann. Seit zwei Jahren bekam der interessierte Internetnutzer immer wieder Häppchen des Werks serviert, die Berlinale wurde aufgemischt und auf Facebook brachten die zahlreichen Trailer die Server stets zum Qualmen.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Ja, meine Erwartungen wurden nahezu voll erfüllt.

Allein die Grundidee, daß die Nazis 1945 mit „Reichsflugscheiben“ auf den Mond flüchten konnten und gute 70 Jahre später zum Angriff auf die Erde blasen ist so genial und mutig, daß dies schon fast genügt, einen Riesenspass zu haben. Doch der finnische Regisseur Timo Vuorensola schafft es tatsächlich, mit dem Film eine so ätzende Generalabrechnung mit der US-amerikanischen Politik zu schaffen, daß dem Film höchstwahrscheinlich der Erfolg in Amerika verbaut sein dürfte.
Bei einem Budget von 7,5 Mio. Euro (!) dürfte das jedoch zu verschmerzen sein. Bei aktuellen Hollywood-Blockbustern wird mit dieser Summe der Vorspann entwickelt, die finnisch-deutsch-australische Co-Produktion bringt damit den SciFi-, Humor- und Effektekracher des Jahres auf die Leinwand!

Geradezu entfesselt treiben die Iron Sky – Macher den amerikanischen Wahlkampf, alte Nazi-Legenden, US-Klischees und bekannte SciFi-Handlungsmuster auf die satirische Spitze. Getragen wird dies alles von Effekten, die absolut auf Höhe der Zeit sind und einem sehr gut ausgewählten Ensemble deutscher und amerikanischer Schauspieler. Während Hauptdarstellerin Julia Dietze („1 1/2 Ritter“) für ihre Rolle der schnuckeligen und zuerst naiven Nazibraut noch der Automatik-Schauspielmodus genügt, lässt es Götz Otto („Der Morgen stirbt nie“, „Schindlers Liste“) als durchgeknallter Obernazi richtig krachen! Schade war nur, daß Udo Kier als „Mondführer“ Kortzfleisch fast ein wenig zu kurz kam.
Dies ist auch einer der wenigen Negativpunkte des Films. Ich hatte öfters das Gefühl, daß bei einzelnen Handlungssträngen noch so viel mehr möglich gewesen wäre, bzw. daß der Film schlichtweg mit 90 Minuten viel zu kurz ist. Auch der spektakuläre Nazi-Grosszerstörer „Götterdämmerung“ mit seiner skurrilen Steampunk-Optik, wurde zum Finale hin etwas hastig abgefertigt.

Fazit: Man merkt dem Film seinen fanbasierten Hintergrund im Positiven wie im Negativen an. Auch wenn die Handlung oft noch etwas hätte weiter gehen können, halten die grandiosen, charmanten und wahnwitzigen Ideen stets den Puls des Zuschauers im oberen Bereich.
Auf jeden Fall sollte man das Ende des Abspanns abwarten – zumindest wenn man wissen möchte, in welche Richtung die Handlung der bereits geplanten Fortsetzung gehen dürfte! Egal, wie viele konservative Kritiker diesen Film und seine Handlung in der Luft zerreissen – Iron Sky wird DER Kultstreifen der SciFi-Gemeinde werden.

Und ja, „Der grosse Diktator“ hat 125 Minuten Länge.

Wikipedia (Vorsicht, hier wird die komplette Handlung beschrieben!)

Trailer:

Die ersten vier Minuten des Films:

Ein Kommentar

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Ja, ich habe mir heute erst das große Finale der Harry Potter – Saga angeschaut. Diese Kritik soll aber nicht nur den letzten Teil sondern auch die vorher gehenden Kapitel beleuchten.

Ich war ein Harry Schotter Späteinsteiger. Erst der Trailer zum fünften Film (Orden des Phoenix) zog mich so in den Bann, daß ich ins Kino wollte und dazu natürlich erst die vier Filme davor anschauen musste. Richtig eingefangen wurde ich mit dem dritten Teil „HP und der Gefangene von Askaban“, bei dem ich das erste Mal das Gefühl hatte, einen HP – Film / eine Handlung für Erwachsene zu sehen.
Daraufhin wurden alle Bücher verschlungen inkl. des siebten Buches, das es damals noch nicht im Deutschen gab. Während mich die ersten sechs Bücher jede Sekunde fesselten, musste ich beim letzten Band eine ermüdende Langatmigkeit feststellen. Damals dachte ich: „Perfekt für die Verfilmung! Man kann die Hälfte weg lassen ohne daß es auffällt!“ Da schwante mir nichts Gutes, als der letzte Teil auf zwei Filme verteilt werden sollte…

An den Potter-Büchern begeisterte mich immer die faszinierende Welt, die J.K. Rowling erschaffen hatte und die Emotionalität, die viele der Protagonisten auszeichnete. Den ersten sechs Filmen gelang es so gut wie eben bei einer Verfilmung möglich, dies auf die Leinwand zu retten. Umso fremdartiger wirkt der letzte Teil auf mich.

Bereits im ersten Teil des Finales wirkte die Harry Potter – Welt sehr fremd auf mich. Optik und Stimmung wurden völlig verändert. Zudem übernahm der Film die größte Schwäche des Buches: Unendlich langweilige Szenen ohne jegliche Entwicklung während der Flucht der drei Hauptdarsteller und der Suche nach den Horcruxen. Der erste Teil des Finales hätte mit einer Länge von 10 Minuten den wirklich wichtigen Inhalt vermitteln können.
Da keimte bei mir zumindest die Hoffnung auf, daß dafür der zweite Teil die Handlung richtig straff voran treiben würde. OK, das tat er wirklich. Nur dummerweise blieb der letzte Rest von Charme dabei auf der Strecke.
Nahezu alle Nebendarsteller wurden beiseite gelassen. Ralph Fiennes bot zwar wieder einen herrlich diabolischen Voldemort, doch die Handlung konzentrierte sich fast ausschließlich auf das Trio Harry, Hermine und Ron. Eine Actionszene reihte sich an die andere, der grandiose Alan Rickman, der mit Prof. Snape DIE tragische Figur der gesamten Reihe spielte, wurde mit ein paar Sätzen verheizt. Als dann noch die Schlacht um Mittelerde…Verzeihung…um Hogwarts entbrannte, verabschiedete ich meine Hoffnung auf ein würdiges filmisches Finale. Es wurde gestorben, verbrannt, zermalmt und es juckte niemanden. Nicht einmal eine Minute war es dem Film wert, den Tod von über sieben Filme aufgebauten Charakteren zu bedauern. Schnitt, Musik lauter und weiter ging’s. Bereits nach einer Stunde konnte man spüren, daß den Machern die Zeit davon lief, wo doch noch so viel zu erzählen war.

Dem siebten Buch war es gelungen, mich in der zweiten Hälfte wieder einzufangen. Die Geschichte wurde emotional, tragisch und doch sehr schön zu Ende gebracht. Im Film konnte dann nicht einmal die Abschluss-Szene nach dem Zeitsprung überzeugen. Man braucht ja nicht gleich mit grauen Haaren und Krückstock übertreiben, aber man hätte sich doch ein wenig Mühe geben können, die Darsteller per Maske um 19 Jahre altern zu lassen. So wirkte alles ein wenig lächerlich – wie Kinder, die Mama und Papa spielen.

Zum Abschluss stelle ich fest, daß diese Kritik in einem Verriss geendet hat. Trotzdem war die Harry Potter Filmreihe ein Höhepunkt des modernen Kinos, dem leider das grandiose Finale verwehrt blieb. Mit dem fünften Teil war der Höhepunkt erreicht.

Schön war es trotzdem. „All was well“

Wikipedia

Der Trailer ist auch beim letzten Teil sehr gut geworden:

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Machete

Ja, ich hab’s normalerweise nicht so mit übertriebener Gewalt. Dem Charme von Machete konnte ich mich allerdings nicht entziehen.

Danny Trejo ist optisch ja schon ein Knaller. Bis zu „Machete“ durfte er jedoch stets nur markante Nebenrollen spielen und ich hätte ihm eine echte Hauptrolle auch nicht zugetraut. Mit „Machete“ konnte er mich vom Gegenteil überzeugen!
Es gelingt ihm hervorragend, mit seiner doch beschränkten Mimik sogar humorvolle Szenen aufzuwerten. Ein Arnold Schwarzenegger wurde mit diesem Prinzip ein Weltstar.

Die Besetzung der Nebenrollen liest sich wie die Wunschliste vieler Hollywood-Regisseure: Allen voran Robert DeNiro, dem man in jeder Minute ansieht, was für einen tierischen Spass er mit der Rolle des kotzbrockigen und machtgeilen Senators hatte. Optische Leckerbissen sind natürlich Jessica Alba, Michelle Rodriguez und Lindsay Lohan, der ich nach den ganzen Drogenexzessen keine so tolle Figur mehr zugetraut hätte (ja, es gibt Nacktszenen).
Und ich muss mich hier nun outen: Ich bin ein Steven Seagal – Fan! Die meisten seiner Film sind ohne Zweifel Müll aber er hat einfach einen gewissen Charme. Und in Machete dürfte er allein für seine Todesszene auf sein Gehalt verzichtet haben! Von seinem absurden mexikanischen Akzent ganz zu schweigen!
Nur Don Johnson kommt für meinen Geschmack etwas zu kurz und bleibt recht farblos. Da hätte ich mir mehr gewünscht.
Allerdings sei darauf hingewiesen, daß die deutsche Synchronisation schon fast körperliche Schmerzen verursacht, wenn man das Original zuerst gesehen hat. Wie so oft, eine klare Empfehlung, den Film im Originalton anzuschauen. Speziell Danny Trejo ist nicht gebührend synchronisierbar!

Natürlich wird bei Machete gemetzelt was die Effekteabteilung her gibt. Ich war trotzdem positiv überrascht über die teilweise vorhandene Zurückhaltung. Es gibt eklige Szenen, kranke Ideen, provokante Blasphemie und Gewaltverherrlichung – keine Frage – aber Robert Rodriguez hat es verstanden, dies nicht als Dauerfeuer auf den Zuschauer einprasseln zu lassen.Trotzdem ist die FSK18-Einstufung absolut gerechtfertigt.

Vor allem möchte ich den Film dafür loben, nicht einfach nur als tumber Actionspass angesiedelt zu sein. Er funktioniert in Teilen ebenso als Satire auf amerikanischen Wahlkampf und sogar als Drama über die amerikanische Einwanderungspolitik an der Grenze zu Mexiko. Und diesen Satz meine ich wirklich Ernst!

Das Finale erlaubt problemlos eine Fortsetzung und vielleicht sehen wir Danny Trejo ja mal wieder in „Machete Kills“. Ich freue mich darauf!

Wikipedia

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