Beiträge getaggt mit Hugh Grant

Love Actually (Tatsächlich…Liebe)

Ja, ich liebe Episodenfilme, die sich am Ende zusammenfügen. Und ich mag Schnulzen, Weihnachtsfilme, Hugh Grant, Bill Nighy, Keira Knightley, Liam Neeson, Alan Rickman und Colin Firth. Wie soll da eine objektive Bewertung dieses Films auch nur ansatzweise möglich sein?

Ich habe „Love Actually“ heute weiss Gott nicht zum ersten Mal gesehen. Er dürfte nach „Spione wie wir“ mein meist gesehener Film sein – zu Weihnachten ist er mittlerweile ein absolutes Muss.

Der Film ist nicht perfekt, doch Drehbuchautor/Regisseur Richard Curtis und das Who’s who der britischen Darstellerwelt sorgen dafür, daß einem dies völlig schnuppe ist! Ich würde die über 2 Stunden noch am objektivsten als populistisch beschreiben. Das Drehbuch möchte mit aller Gewalt die Wünsche des Zuschauers erfüllen – und ich liebe den Film dafür!
„Love Actually“ ist eine emotionale Achterbahnfahrt teils sehr lebensnaher Episoden, unterbrochen von wunderbar überspitzten Szenen voll britischem Humor. Die Rolle seines Lebens liefert sicherlich Bill Nighy als alternder Rockstar Billy Mack. Er allein könnte einen Film tragen, doch hier ist er „nur“ das musikalische Bindeglied zahlreicher Episoden.
Eine grosse Überraschung ist Hugh Grant als Premierminister.  Er schafft es doch tatsächlich perfekt, seine stets wiederkehrende Rolle des liebenswerten Schussels glaubwürdig auf diese „seriöse“ Rolle zu übertragen.
Einer einzigen Episode gelingt es nicht, mich zu überzeugen. Die grandiose Laura Linney spielt darin die unglücklich in ihren Kollegen Verliebte, die sich aufopferungsvoll um ihren behinderten Bruder kümmert und dafür auf eine Beziehung verzichtet. In den Kanon des Films, daß Liebe überall zu finden ist, passt zwar diese Handlung sehr gut aber leider fehlt mir hier etwas. Das sehr komplexe Thema überfordert hier wohl schlichtweg den Zuschauer.
Die grosse Entdeckung des Films ist für mich Andrew Lincoln, dessen Charakter Mark die Hochzeit seines besten Freundes organisieren muss, obwohl er unsterblich in die Braut verliebt ist. Ein wahnsinnig cooler Auftritt, der völlig zurecht mit der Hauptrolle in „The Walking Dead“ belohnt wurde. A new star was born!

Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen. Ein grandioses Ensemble britischer Darsteller wird unterstützt von kleinen Auftritten Rowan Atkinsons, Claudia Schiffers und Billy Bob Thorntons. Ein Soundtrack zum Verlieben ummalt jede einzelne Episode perfekt. „Love Actually“ ist für mich der grösste Liebesfilm aller Zeiten – in dem nicht ein einziges Mal der Satz „I love you“ fällt!

 

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