Beiträge getaggt mit Komödie

Freundschaft Plus (No Strings Attached)

Ja, ich hab mal wieder was Romantisches angeschaut! Zu meinem Filmgeschmack stehe ich absolut – außerdem mag ich sowohl Natalie Portman wie auch Ashton Kutcher!

Adam und Emma begegnen sich seit ihrer Jugend alle paar Jahre. Irgendwann entwickelt sich eine sexuelle Beziehung, bei der es speziell der distanzierten Emma sehr wichtig ist, daß Liebe keine Rolle spielen soll.

Ja natürlich kommt es, wie es kommen muss! Aber die Art, wie der Film das ganze Thema aufbereitet, war wirklich toll.
Die beiden Hauptdarsteller wirken sehr frisch und werden von tollen Nebendarstellern unterstützt, allen voran Kevin Kline als Adams Vater. Er ist einfach grandios und das Comedy-Highlight des Films.
Regisseur Ivan Reitman (Ghostbusters, Zwillinge, Kindergarten Cop) gelingt es hervorragend, die Handlung romantisch, witzig, sehr kurzweilig und das bei gleichzeitig sehr angenehmem Realismus über die 108 Minuten voran zu treiben.

…und Natalie Portman ist richtig schnuckelig!

Wikipedia

Advertisements

, ,

Hinterlasse einen Kommentar

Sommer in Orange

Ja, das ist jetzt schon die zweite bayerische Komödie bei mir innerhalb kürzester Zeit! Und sie ist auch wieder von Marcus H. Rosenmüller, dem Regisseur von „Wer früher stirbt ist länger tot„.

Der Film von 2011 spielt in einem fiktiven bayerischen Dorf, in dem im Jahr 1980 eine Gruppe Bhagwan-Anhänger einen alten Bauernhof erbt und dort einzieht.

Es gelingt dem Regisseur und den Darstellern wunderbar, die Gegensätze und Schrulligkeiten beider Seiten zu zeigen, ohne diese in die Lächerlichkeit zu ziehen – auch wenn man hin und wieder gerade mal noch die Kurve kriegt. Das Interessante war für mich, daß mir manchmal die eingefahrenen Traditionen der bayerischen Ureinwohner befremdlicher vor kamen, als die Rituale der abgehobenen Hippie-Übrigbleibsel!
Leider fehlt dem Film die Bissigkeit und der schwarze Humor seines Vorgängers. Nur in ganz wenigen richtig frechen Szenen zeigt sich, wozu der Regisseur imstande ist. Der restliche Film ist aber trotzdem amüsant und tlw. auch sehr aufschlussreich über die Stimmung im Deutschland der Endsiebziger/Achtziger.
Da die Autorin des Films selbst in einer bayerischen Bhagwan-Kommune aufgewachsen ist, fürchte ich, daß das meiste Gezeigte der Realität entsprach.

Die BluRay ist erwartungsgemäß qualitativ einwandfrei und mit zahlreichen Extras wie geschnittenen Szenen, Outtakes, Making-Of und einer Doku über die stets markante Musik in den Rosenmüller-Filmen ausgestattet. Witzig ist auch die Option der Hochdeutsch-Untertitelung für die bayerischen Sequenzen – war bei mir aber nicht nötig.

Wikipedia

,

Hinterlasse einen Kommentar

The Blues Brothers

Ja, das ist ein echter Kultfilm der 80er, den ich mir heute auf BluRay angeschaut habe. Ich war sehr gespannt, wie der Film nach bestimmt 15 Jahren auf mich wirken würde.

Ich konnte feststellen, daß der Film mit dem Alter an Attraktivität gewinnt. Damit meine ich nicht das Alter des Films sondern mein eigenes Alter. So langsam kennt man jeden Gaststar, der in dem über zweistündigen Werk von Dan Aykroyd und John Landis einen noch so kurzen Auftritt absolviert. Und auch die Musik rückt mir langsam näher.
Von der DVD-Variante habe ich schon viel Schlechtes gelesen. Die BluRay kann ich problemlos empfehlen. Für einen Film dieses Alters sind Bild- und Tonqualität einwandfrei aufbereitet worden. Als Bonusmaterial gibt es ein sehr ausführliches Making Of, eine Doku über die Musik und eine über den früh verstorbenen John Belushi.

Optimalerweise geniesst man den Film bei einem gemütlichen Abend mit Freunden in Partylaune. Eine tiefsinnige Analyse der Story, um die Brüder Blues, die ihre alte Band zusammen trommeln, um ihr altes Waisenhaus zu retten, landet zwangsläufig in zahllosen Logiklöchern. Darum geht es bei „The Blues Brothers“ aber auch gar nicht.
Der Film war Höhepunkt eines Blues Brothers – Hypes, der 1977 mit der Show „Saturday Night Live“ seinen Anfang nahm. Hier traten Dan Aykroyd und John Belushi mehrfach als Elwood und Jake Blues auf. Eher als Gag gedacht war dann der Auftritt als Vorgruppe von Steve Martin. Das daraus entstandene Livealbum wurde in den USA ein Riesenhit und die Band ging auf Tour. Ende der 70er entwickelte dann Dan Aykroyd das Drehbuch zum Film, das John Landis dann verfilmte.

Der Film hat 1980 ca. 27 Mio. $ gekostet. Das war damals eine richtig ordentliche Summe in Hollywood und ist dem Film in den Actionszenen deutlich anzusehen. Es wurde weder an Material noch an Statisten gespart. Trotzdem steht über die komplette Handlung hinweg rein der Spass im Vordergrund. Der Spass an Musik, der Spass an Slapstick und vor allem zum Finale hin der Spass an automobilen Materialschlachten. Die musikalischen und cineastischen Gaststars (Ray Charles, James Brown, Aretha Franklin, Carrie Fisher uvm.) werten den Film zusätzlich auf.

Und endlich habe ich beim Finale Steven Spielberg in seiner kleinen Rolle erkannt…

Wikipedia

, ,

Hinterlasse einen Kommentar

Die Glücksritter (Trading Places)

Ja, ich mag den Eddie Murphy der 80er-Jahre in fast allen seinen Filmen. In „Die Glücksritter“ landet er mit seiner erst zweiten Hauptrolle gleich mal einen Oberknaller!

Das Drehbuch ist aktueller denn je: Zwei reiche alte Knacker wetten aus Langeweile darum, ob es Ihnen gelingt aus ihrem verhätschelten Schützling einen gewalttätigen Penner und aus einem ärmlichen Bettler einen erfolgreichen Geschäftsmann zu machen.

Dies ist einer der Filme, der bis in die letzte Nebenrolle grandios besetzt wurde. Eddie Murphy spielt hier noch in Bestform den im Herzen grundehrlichen Ganoven und Dan Aykroyd kann sich hier in zahllosen Szenen komödiantisch austoben. Die beiden „Alten“ Don Ameche und Ralph Bellamy haben sichtlich Spass an ihren Rollen. Speziell Don Ameche konnte in den 80ern noch weitere Hits wie die beiden „Cocoon“-Teile landen. Beide Darsteller und Charaktere tauchen erneut kurz als Cameo in „Der Prinz aus Zamunda“ auf.
Jamie Lee Curtis als liebenswerte Prostituierte zeigt sich hier noch ungewohnt „zeigefreudig“, ist aber nicht nur deswegen ein Schmankerl. Auch Denholm Elliot (Indy 1+3) als Butler Coleman kann mimisch so manche Szene aufwerten.

Der Film haut natürlich seine moralische Botschaft den Zuschauern mit dem grossen Hammer um die Ohren. Da an der gezeigten Willkürlichkeit des wirtschaftlichen Erfolgs aber sicherlich etwas dran ist, verzeiht man dies sehr gerne den Autoren. Alles in allem ist „Die Glücksritter“ eine schöne altmodische Komödie, mit ein paar kapitalismuskritischen Anflügen und tollen Darstellern!

, ,

Hinterlasse einen Kommentar

Love Actually (Tatsächlich…Liebe)

Ja, ich liebe Episodenfilme, die sich am Ende zusammenfügen. Und ich mag Schnulzen, Weihnachtsfilme, Hugh Grant, Bill Nighy, Keira Knightley, Liam Neeson, Alan Rickman und Colin Firth. Wie soll da eine objektive Bewertung dieses Films auch nur ansatzweise möglich sein?

Ich habe „Love Actually“ heute weiss Gott nicht zum ersten Mal gesehen. Er dürfte nach „Spione wie wir“ mein meist gesehener Film sein – zu Weihnachten ist er mittlerweile ein absolutes Muss.

Der Film ist nicht perfekt, doch Drehbuchautor/Regisseur Richard Curtis und das Who’s who der britischen Darstellerwelt sorgen dafür, daß einem dies völlig schnuppe ist! Ich würde die über 2 Stunden noch am objektivsten als populistisch beschreiben. Das Drehbuch möchte mit aller Gewalt die Wünsche des Zuschauers erfüllen – und ich liebe den Film dafür!
„Love Actually“ ist eine emotionale Achterbahnfahrt teils sehr lebensnaher Episoden, unterbrochen von wunderbar überspitzten Szenen voll britischem Humor. Die Rolle seines Lebens liefert sicherlich Bill Nighy als alternder Rockstar Billy Mack. Er allein könnte einen Film tragen, doch hier ist er „nur“ das musikalische Bindeglied zahlreicher Episoden.
Eine grosse Überraschung ist Hugh Grant als Premierminister.  Er schafft es doch tatsächlich perfekt, seine stets wiederkehrende Rolle des liebenswerten Schussels glaubwürdig auf diese „seriöse“ Rolle zu übertragen.
Einer einzigen Episode gelingt es nicht, mich zu überzeugen. Die grandiose Laura Linney spielt darin die unglücklich in ihren Kollegen Verliebte, die sich aufopferungsvoll um ihren behinderten Bruder kümmert und dafür auf eine Beziehung verzichtet. In den Kanon des Films, daß Liebe überall zu finden ist, passt zwar diese Handlung sehr gut aber leider fehlt mir hier etwas. Das sehr komplexe Thema überfordert hier wohl schlichtweg den Zuschauer.
Die grosse Entdeckung des Films ist für mich Andrew Lincoln, dessen Charakter Mark die Hochzeit seines besten Freundes organisieren muss, obwohl er unsterblich in die Braut verliebt ist. Ein wahnsinnig cooler Auftritt, der völlig zurecht mit der Hauptrolle in „The Walking Dead“ belohnt wurde. A new star was born!

Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen. Ein grandioses Ensemble britischer Darsteller wird unterstützt von kleinen Auftritten Rowan Atkinsons, Claudia Schiffers und Billy Bob Thorntons. Ein Soundtrack zum Verlieben ummalt jede einzelne Episode perfekt. „Love Actually“ ist für mich der grösste Liebesfilm aller Zeiten – in dem nicht ein einziges Mal der Satz „I love you“ fällt!

 

, , , , ,

Hinterlasse einen Kommentar

Willkommen bei den Sch’tis

Ja, ich habe normalerweise so meine Probleme mit französischem Filmhumor. Auch die Tatsache, daß 20 Mio. Franzosen diesen Film zum erfolgreichsten aller Zeiten in Frankreich gemacht haben, konnte mein Misstrauen nur leicht abschwächen.

Die Geschichte des Postbeamten, der aus dem sonnigen Süden in die nordfranzösische Provinz versetzt wird, konnte mich jedoch nach den ersten irritierenden 15 Minuten schnell in ihren Bann ziehen.
Da mein Französisch mittlerweile doch sehr eingerostet ist (hüstl), habe ich den Film synchronisiert angesehen. Was hier geleistet wurde, grenzt an ein Meisterwerk! Für den Sch’ti-Dialekt wurde eine eigene Kunstsprache entwickelt und Gott sei Dank kein deutscher Dialekt zweckentfremdet. Die zahlreichen „Sch“- und Zischlaute erinnern zwar manchmal ein wenig ans Schwäbische, orientieren sich aber sehr dicht an den Eigenheiten des Ch’ti-Dialekts im französischen Original.

Dany Boon, in Personalunion Regisseur, Autor und Hauptdarsteller, gelingt es wunderbar, die Albernheiten zahlreicher französischer Komödien der letzten beiden Jahrzehnte hinter sich zu lassen. Über die komplette Länge des Films entwickelt er eine zunehmende Wärme und auch Ernsthaftigkeit. Dies alles wird durch ein großartiges Schauspielerensemble unterstützt.
Auch die deutschen Stimmen passen sehr gut. Sogar Christoph Maria Herbst wird sehr schnell als Dany Boons Stimme akzeptiert und Michael Lott als Stimme von Kad Merad ist für mich seit den Mark Brandis Hörspielen sowieso ein Ohrenschmaus.

Alles in allem ein weiterer wunderschöner moderner Höhepunkt des europäischen Kinos. Gut gemacht, Dany Boon!

, , , ,

Hinterlasse einen Kommentar

Crazy Stupid Love

Ja, bisher konnte ich Steve Carell nicht ausstehen. Er stand für mich sinnbildlich für untalentierte niveaulose Comedy. Trotzdem habe ich mich heute in seinen neuen Film „Crazy Stupid Love“ getraut.

Und ich erlebte eine grosse Überraschung!
Der Film wird von einem erstaunlich klischeearmen Drehbuch und einem tollen Schauspielerensemble getragen – allen voran Steve Carell und Ryan Gosling! Speziell Carell gelingt es ausgezeichnet sowohl die witzigen wie auch die tragischen Szenen mit Glaubwürdigkeit zu füllen.
Viele ungewöhnliche Einfälle lassen die Zeit im Flug vergehen. Und alles wird noch gekrönt durch eine grosse Überraschung zum Schluss, die nun wirklich jeden Zuschauer im Kino erstaunt aufatmen liess!

, , ,

Hinterlasse einen Kommentar