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Machete

Ja, ich hab’s normalerweise nicht so mit übertriebener Gewalt. Dem Charme von Machete konnte ich mich allerdings nicht entziehen.

Danny Trejo ist optisch ja schon ein Knaller. Bis zu „Machete“ durfte er jedoch stets nur markante Nebenrollen spielen und ich hätte ihm eine echte Hauptrolle auch nicht zugetraut. Mit „Machete“ konnte er mich vom Gegenteil überzeugen!
Es gelingt ihm hervorragend, mit seiner doch beschränkten Mimik sogar humorvolle Szenen aufzuwerten. Ein Arnold Schwarzenegger wurde mit diesem Prinzip ein Weltstar.

Die Besetzung der Nebenrollen liest sich wie die Wunschliste vieler Hollywood-Regisseure: Allen voran Robert DeNiro, dem man in jeder Minute ansieht, was für einen tierischen Spass er mit der Rolle des kotzbrockigen und machtgeilen Senators hatte. Optische Leckerbissen sind natürlich Jessica Alba, Michelle Rodriguez und Lindsay Lohan, der ich nach den ganzen Drogenexzessen keine so tolle Figur mehr zugetraut hätte (ja, es gibt Nacktszenen).
Und ich muss mich hier nun outen: Ich bin ein Steven Seagal – Fan! Die meisten seiner Film sind ohne Zweifel Müll aber er hat einfach einen gewissen Charme. Und in Machete dürfte er allein für seine Todesszene auf sein Gehalt verzichtet haben! Von seinem absurden mexikanischen Akzent ganz zu schweigen!
Nur Don Johnson kommt für meinen Geschmack etwas zu kurz und bleibt recht farblos. Da hätte ich mir mehr gewünscht.
Allerdings sei darauf hingewiesen, daß die deutsche Synchronisation schon fast körperliche Schmerzen verursacht, wenn man das Original zuerst gesehen hat. Wie so oft, eine klare Empfehlung, den Film im Originalton anzuschauen. Speziell Danny Trejo ist nicht gebührend synchronisierbar!

Natürlich wird bei Machete gemetzelt was die Effekteabteilung her gibt. Ich war trotzdem positiv überrascht über die teilweise vorhandene Zurückhaltung. Es gibt eklige Szenen, kranke Ideen, provokante Blasphemie und Gewaltverherrlichung – keine Frage – aber Robert Rodriguez hat es verstanden, dies nicht als Dauerfeuer auf den Zuschauer einprasseln zu lassen.Trotzdem ist die FSK18-Einstufung absolut gerechtfertigt.

Vor allem möchte ich den Film dafür loben, nicht einfach nur als tumber Actionspass angesiedelt zu sein. Er funktioniert in Teilen ebenso als Satire auf amerikanischen Wahlkampf und sogar als Drama über die amerikanische Einwanderungspolitik an der Grenze zu Mexiko. Und diesen Satz meine ich wirklich Ernst!

Das Finale erlaubt problemlos eine Fortsetzung und vielleicht sehen wir Danny Trejo ja mal wieder in „Machete Kills“. Ich freue mich darauf!

Wikipedia

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EUReKA – Die geheime Stadt

Ja, ich habe eine neue aktuelle Lieblingsserie! Ich stehe am Beginn der 4. Staffel „EUReKA“ und habe dies soeben beschlossen.

Die Serie handelt von der amerikanischen Kleinstadt Eureka, die streng geheim und abgeschirmt seit den 1940er-Jahren die talentiertesten Wissenschaftler der ganzen Welt beherbergt. Hauptcharakter ist Jack Carter, der mit seiner Tochter durch einen Autounfall auf Eureka stösst und dort den Posten des Sheriff annimmt.
Wikipedia-Artikel

Die Serie empfinde ich als einen tollen SciFi-Appetizer, da die Zuschauer nicht zwingend SciFi-Fans sein müssen, um die Serie zu mögen. Die Geschichten funktionieren wunderbar als Komödie oder Krimi und der SciFi-Aspekt ist zwar stets gegenwärtig aber oft nicht ausschlaggebend.
Die gesamte Serie ist von dem Running Gag durchzogen, daß der intellektuell minderbemittelt wirkende Sheriff fast jede Situation durch seinen Einfallsreichtum lösen kann, obwohl er von den klügsten Köpfen der Welt umgeben ist. Unterstützt von vielen liebenswerten Charakteren, ordentlichen Effekten, sehr mutigen SciFi-Ideen und einem in jeder Staffel sauspannenden episodenübergreifenden Handlungsbogen vermag einen die Serie in nahezu jeder Episode von Anfang an fesseln.
Allein die Grundidee, daß nahezu alle technischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte in Eureka entwickelt wurden und der Ort immer Jahrzehnte dem Rest der Welt voraus eilt, bringt jede Menge Spass!

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge vernahm ich die Nachricht, daß EUReKA aufgrund der hohen Produktionskosten mit Ende der fünften Staffel eingestellt wird. Mit einem lachenden Auge, da dies ein geplantes Finale ermöglich. Damit kann die Serie harmonisch ausklingen – denn ein abruptes und vor allem offenes Ende hat schon viele tolle Serien zum Schluss hin ruiniert.

Ich freue mich aber nun erst mal auf die vierte Staffel! Hier wird durch mein Lieblingsthema Zeitreise die Welt von Eureka durcheinander gewirbelt und die Hauptcharaktere müssen mit einer veränderten Gegenwart weiterleben. Es ist eine mutige Idee, nach drei Staffeln eine Serie so aufzuwirbeln. Da dadurch aber James Callis (Baltar von Battlestar Galactica) ein neuer Hauptcharakter werden kann, freue ich mich schon allein deswegen darüber!

Auf daß Global Dynamics und Jack Carter wieder einmal die Welt retten!

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Die Glücksritter (Trading Places)

Ja, ich mag den Eddie Murphy der 80er-Jahre in fast allen seinen Filmen. In „Die Glücksritter“ landet er mit seiner erst zweiten Hauptrolle gleich mal einen Oberknaller!

Das Drehbuch ist aktueller denn je: Zwei reiche alte Knacker wetten aus Langeweile darum, ob es Ihnen gelingt aus ihrem verhätschelten Schützling einen gewalttätigen Penner und aus einem ärmlichen Bettler einen erfolgreichen Geschäftsmann zu machen.

Dies ist einer der Filme, der bis in die letzte Nebenrolle grandios besetzt wurde. Eddie Murphy spielt hier noch in Bestform den im Herzen grundehrlichen Ganoven und Dan Aykroyd kann sich hier in zahllosen Szenen komödiantisch austoben. Die beiden „Alten“ Don Ameche und Ralph Bellamy haben sichtlich Spass an ihren Rollen. Speziell Don Ameche konnte in den 80ern noch weitere Hits wie die beiden „Cocoon“-Teile landen. Beide Darsteller und Charaktere tauchen erneut kurz als Cameo in „Der Prinz aus Zamunda“ auf.
Jamie Lee Curtis als liebenswerte Prostituierte zeigt sich hier noch ungewohnt „zeigefreudig“, ist aber nicht nur deswegen ein Schmankerl. Auch Denholm Elliot (Indy 1+3) als Butler Coleman kann mimisch so manche Szene aufwerten.

Der Film haut natürlich seine moralische Botschaft den Zuschauern mit dem grossen Hammer um die Ohren. Da an der gezeigten Willkürlichkeit des wirtschaftlichen Erfolgs aber sicherlich etwas dran ist, verzeiht man dies sehr gerne den Autoren. Alles in allem ist „Die Glücksritter“ eine schöne altmodische Komödie, mit ein paar kapitalismuskritischen Anflügen und tollen Darstellern!

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The Walking Dead

Ja, ich habe hier schon mal geschrieben, daß Zombies und Horror nicht so meine Geschmacksrichtung sind. Trotzdem habe ich gestern den Anfang der Serie „The Walking Dead“ auf Fox angeschaut.

Ich hatte vorab schon einiges über die Serie gehört. Basierend auf einem Comic, wird die Zeit nach dem Ausbruch einer Seuche gezeigt, die fast alle Menschen in Zombies verwandelt hat. Hauptdarsteller Andrew Lincoln spielt einen ehemaligen Sheriff, der zusammen mit weiteren Überlebenden auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort ist.

Andrew Lincoln fand ich schon in „Tatsächlich…Liebe“ richtig toll. Auch hier ist er die perfekte Besetzung für die Rolle des verzweifelten aber tatkräftigen Polizisten. Auch die weiteren Darsteller sind sehr gut ausgewählt.
Produziert wird die Serie u.a. von Gale Anne Hurd (Terminator, Aliens, Abyss) und Frank Darabont, dem Regisseur von „Die Verurteilten“ und „The Green Mile“, der beim Pilotfilm auch Autor und Regisseur in Personalunion war.

So sehr ich die Filme von Frank Darabont liebe (in meinen persönlichen Top 10 sind drei Filme von ihm), so wenig kann er diese toll gemachte Serie für mich retten. Freunde des Splatters können hier aufjohlen – die FSK18-Einstufung in Deutschland ist absolut gerechtfertigt. Es wird  gemeuchelt was die Sendezeit hergibt. Der Wille zum Tabubruch im Fernsehen ist deutlich zu spüren und es wird mir alles doch in einer etwas zu detaillierten Effektverliebtheit gezeigt.

Mein Fazit: Tolle Schauspieler, grandiose Effekte, gute Drehbücher – aber mir zu eklig und zu gruselig.

-Update-
Die Serie hat mir keine Ruhe gelassen. Ich habe mir nun die erste Staffel auf BluRay geholt und die sechs Episoden komplett angeschaut. Der Ekelfaktor hielt sich dann doch stark in Grenzen und die Charaktere rückten stärker in den Vordergrund.
Sicherlich unterstützt von der Musik von Battlestar-Komponist Bear McCreary, erinnerten mich die Charakterzeichnungen und auch die Drehbuchwendungen stark an den SciFi-TV-Meilenstein „Battlestar Galactica“. Es gibt auch hier sehr realitätsnah fast nur „graue“ Protagonisten. Es gibt kaum schwarz/weiss-Darstellungen. Das gefällt mir sehr sehr gut.
Ich freue mich schon auf die zweite Staffel – das dürfte toll werden!

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Friendship!

Ja, ich liebe Roadmovies!
Und „Friendship!“ ist ein verdammt gutes Beispiel für einen wunderschönen Roadmovie aus deutschen Landen.

Der Film schafft wunderbar die Balance zwischen leichter Ostalgie, dennoch deutlicher Kritik an der DDR, wunderschönen USA-Bildern, Freundschaft (welche Überraschung), Liebe, Tragik und viel Humor. Bei den beiden Hauptdarstellern ist Schweighöfer natürlich eine sichere Bank, doch überrascht auch Friedrich Mücke mit einer tollen Darbietung.
Die BluRay bietet speziell bei den Kamerafahrten über die weiten Landschaften und bei den Szenen in San Francisco ein tolles plastisches Bild!

Insgesamt ein absoluter Filmtipp, der zum Schluss mit einer tragischen Überraschung und im Abspann mit schönen Hinweisen auf den wahren Kern der Geschichte richtig bei mir punkten konnte.

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