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Knowing

Ja, ich mag intensives Werben für die bemannte Raumfahrt! Ich stehe voll hinter der Aussage, daß die Weiterentwicklung in diesem Bereich eine nicht in Frage zu stellende Aufgabe der Menschheit ist. Sicherlich ungewollt handelt „Knowing“ exakt von diesem Thema…

Nicolas Cage zeigte sich schon immer sehr flexibel, was das Niveau der von ihm ausgewählten Drehbücher anging. Daher ist jeder seiner Filme wie aus einer Pralinenschachtel, um Forrest Gump zu zitieren. Man weiss nie, was man kriegt…
Bei „Knowing“, das heute auf SF2 gezeigt wurde, bin ich stark hin und her gerissen, ob die Praline nun lecker mit Marzipan und Cashewkernen gefüllt war oder doch nur mit einer fettigen Mokkapampe. Die Ursprungsidee, daß ein Kind 1959 die Termine, Opferzahlen und Koordinaten der zukünftigen Katastrophen aufschreibt und diese von einem Wissenschaftler 50 Jahre später entdeckt werden, ist grandios. Irgendwie gingen den Drehbuchautoren dann allerdings die Ideen aus.

Mysteriöse Männer tauchen immer wieder auf, die schwarze Steine verteilen. Damit kann ich nach der kitschigen Auflösung am Ende leben. Die Verbindung vom Hauptdarsteller zu den Katastrophen wird jedoch nie geklärt. Auch mag ich es nicht, wenn bei gezeigten Katastrophen, nur weil man sie heute so schön ausgereift am Computer entwerfen kann, in geradezu sadistischer Art jegliches Detail menschlichen Sterbens gezeigt wird.
Nicolas Cage liefert aber sein solides „Ich bin so besorgt“-Gesicht ab und auch die weiteren Darsteller passen ganz gut. Von Alex Proyas, dem Regisseur eines meiner Lieblingsfilme (I, Robot) war ich aber etwas enttäuscht. Einfach zu viel Schema F, da reichen die teilweise sehr schönen Bilder nicht.

Und das Finale war spektakulär, aber furchtbar kitschig. Dafür aber, wie anfangs schon erwähnt, gute Werbung für die Weiterentwicklung der bemannten Raumfahrt…

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