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EUReKA – Die geheime Stadt

Ja, ich habe eine neue aktuelle Lieblingsserie! Ich stehe am Beginn der 4. Staffel „EUReKA“ und habe dies soeben beschlossen.

Die Serie handelt von der amerikanischen Kleinstadt Eureka, die streng geheim und abgeschirmt seit den 1940er-Jahren die talentiertesten Wissenschaftler der ganzen Welt beherbergt. Hauptcharakter ist Jack Carter, der mit seiner Tochter durch einen Autounfall auf Eureka stösst und dort den Posten des Sheriff annimmt.
Wikipedia-Artikel

Die Serie empfinde ich als einen tollen SciFi-Appetizer, da die Zuschauer nicht zwingend SciFi-Fans sein müssen, um die Serie zu mögen. Die Geschichten funktionieren wunderbar als Komödie oder Krimi und der SciFi-Aspekt ist zwar stets gegenwärtig aber oft nicht ausschlaggebend.
Die gesamte Serie ist von dem Running Gag durchzogen, daß der intellektuell minderbemittelt wirkende Sheriff fast jede Situation durch seinen Einfallsreichtum lösen kann, obwohl er von den klügsten Köpfen der Welt umgeben ist. Unterstützt von vielen liebenswerten Charakteren, ordentlichen Effekten, sehr mutigen SciFi-Ideen und einem in jeder Staffel sauspannenden episodenübergreifenden Handlungsbogen vermag einen die Serie in nahezu jeder Episode von Anfang an fesseln.
Allein die Grundidee, daß nahezu alle technischen Fortschritte der letzten Jahrzehnte in Eureka entwickelt wurden und der Ort immer Jahrzehnte dem Rest der Welt voraus eilt, bringt jede Menge Spass!

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge vernahm ich die Nachricht, daß EUReKA aufgrund der hohen Produktionskosten mit Ende der fünften Staffel eingestellt wird. Mit einem lachenden Auge, da dies ein geplantes Finale ermöglich. Damit kann die Serie harmonisch ausklingen – denn ein abruptes und vor allem offenes Ende hat schon viele tolle Serien zum Schluss hin ruiniert.

Ich freue mich aber nun erst mal auf die vierte Staffel! Hier wird durch mein Lieblingsthema Zeitreise die Welt von Eureka durcheinander gewirbelt und die Hauptcharaktere müssen mit einer veränderten Gegenwart weiterleben. Es ist eine mutige Idee, nach drei Staffeln eine Serie so aufzuwirbeln. Da dadurch aber James Callis (Baltar von Battlestar Galactica) ein neuer Hauptcharakter werden kann, freue ich mich schon allein deswegen darüber!

Auf daß Global Dynamics und Jack Carter wieder einmal die Welt retten!

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The Walking Dead

Ja, ich habe hier schon mal geschrieben, daß Zombies und Horror nicht so meine Geschmacksrichtung sind. Trotzdem habe ich gestern den Anfang der Serie „The Walking Dead“ auf Fox angeschaut.

Ich hatte vorab schon einiges über die Serie gehört. Basierend auf einem Comic, wird die Zeit nach dem Ausbruch einer Seuche gezeigt, die fast alle Menschen in Zombies verwandelt hat. Hauptdarsteller Andrew Lincoln spielt einen ehemaligen Sheriff, der zusammen mit weiteren Überlebenden auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort ist.

Andrew Lincoln fand ich schon in „Tatsächlich…Liebe“ richtig toll. Auch hier ist er die perfekte Besetzung für die Rolle des verzweifelten aber tatkräftigen Polizisten. Auch die weiteren Darsteller sind sehr gut ausgewählt.
Produziert wird die Serie u.a. von Gale Anne Hurd (Terminator, Aliens, Abyss) und Frank Darabont, dem Regisseur von „Die Verurteilten“ und „The Green Mile“, der beim Pilotfilm auch Autor und Regisseur in Personalunion war.

So sehr ich die Filme von Frank Darabont liebe (in meinen persönlichen Top 10 sind drei Filme von ihm), so wenig kann er diese toll gemachte Serie für mich retten. Freunde des Splatters können hier aufjohlen – die FSK18-Einstufung in Deutschland ist absolut gerechtfertigt. Es wird  gemeuchelt was die Sendezeit hergibt. Der Wille zum Tabubruch im Fernsehen ist deutlich zu spüren und es wird mir alles doch in einer etwas zu detaillierten Effektverliebtheit gezeigt.

Mein Fazit: Tolle Schauspieler, grandiose Effekte, gute Drehbücher – aber mir zu eklig und zu gruselig.

-Update-
Die Serie hat mir keine Ruhe gelassen. Ich habe mir nun die erste Staffel auf BluRay geholt und die sechs Episoden komplett angeschaut. Der Ekelfaktor hielt sich dann doch stark in Grenzen und die Charaktere rückten stärker in den Vordergrund.
Sicherlich unterstützt von der Musik von Battlestar-Komponist Bear McCreary, erinnerten mich die Charakterzeichnungen und auch die Drehbuchwendungen stark an den SciFi-TV-Meilenstein „Battlestar Galactica“. Es gibt auch hier sehr realitätsnah fast nur „graue“ Protagonisten. Es gibt kaum schwarz/weiss-Darstellungen. Das gefällt mir sehr sehr gut.
Ich freue mich schon auf die zweite Staffel – das dürfte toll werden!

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Daybreakers

Ja, ich stehe momentan dank „True Blood“ total auf Vampire. Das hätte ich mir auch nie träumen lassen…
Aus diesem Grund habe ich mir auch den Vampir-SciFi-Film „Daybreakers“ auf BluRay geholt.

Im Jahr 2019 ist nahezu die gesamte Menschheit in Vampire umgewandelt und so langsam gehen die Blut- bzw. Menschvorräte aus. Ein Wissenschaftler, der an der Entwicklung von künstlichem Blut forscht, wird von den letzten lebenden Menschen auf eine alternative Lösung gebracht.

Der Film vereint zwei tolle Genres in sich: Vampire und Science Fiction. Mit den zwei Themen konnte er bei mir von Anfang punkten.
Zu Beginn wird leider viel zu kurz gezeigt, wie sich trotz der Vampir-Epidemie die Gesellschaft technologisch relativ normal weiterentwickelt hat. Es gibt nun unterirdische Gehwege, Autos mit Schutz vor Tageslicht und elektronische Ansagen, wenn der Sonnenaufgang bevorsteht.
Die Besetzung des Films ist mit Ethan Hawke, Sam Neill und Willem Dafoe sehr gut gewählt. Auch die Grundhandlung ist sehr kreativ und abwechslungsreich. Speziell in der zweiten Hälfte wird es mir für meinen Geschmack etwas zu blutrünstig aber das kann einem halt im Vampirgenre gerne mal passieren.
Leider wirkte der Film auf mich etwas zu kurz. Mich hätten einige Aspekte des Vampiralltags noch interessiert und auch das Finale wurde mir etwas zu abrupt beendet. Man wird als Zuschauer etwas unsicher über das Resultat zurückgelassen.

Trotzdem ein sehenswerter Film, der allein durch die Idee mit der „normalen“ Vampirbevölkerung und der Menschheit als Minderheit filmhistorisch in Erinnerung bleiben darf.

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Knowing

Ja, ich mag intensives Werben für die bemannte Raumfahrt! Ich stehe voll hinter der Aussage, daß die Weiterentwicklung in diesem Bereich eine nicht in Frage zu stellende Aufgabe der Menschheit ist. Sicherlich ungewollt handelt „Knowing“ exakt von diesem Thema…

Nicolas Cage zeigte sich schon immer sehr flexibel, was das Niveau der von ihm ausgewählten Drehbücher anging. Daher ist jeder seiner Filme wie aus einer Pralinenschachtel, um Forrest Gump zu zitieren. Man weiss nie, was man kriegt…
Bei „Knowing“, das heute auf SF2 gezeigt wurde, bin ich stark hin und her gerissen, ob die Praline nun lecker mit Marzipan und Cashewkernen gefüllt war oder doch nur mit einer fettigen Mokkapampe. Die Ursprungsidee, daß ein Kind 1959 die Termine, Opferzahlen und Koordinaten der zukünftigen Katastrophen aufschreibt und diese von einem Wissenschaftler 50 Jahre später entdeckt werden, ist grandios. Irgendwie gingen den Drehbuchautoren dann allerdings die Ideen aus.

Mysteriöse Männer tauchen immer wieder auf, die schwarze Steine verteilen. Damit kann ich nach der kitschigen Auflösung am Ende leben. Die Verbindung vom Hauptdarsteller zu den Katastrophen wird jedoch nie geklärt. Auch mag ich es nicht, wenn bei gezeigten Katastrophen, nur weil man sie heute so schön ausgereift am Computer entwerfen kann, in geradezu sadistischer Art jegliches Detail menschlichen Sterbens gezeigt wird.
Nicolas Cage liefert aber sein solides „Ich bin so besorgt“-Gesicht ab und auch die weiteren Darsteller passen ganz gut. Von Alex Proyas, dem Regisseur eines meiner Lieblingsfilme (I, Robot) war ich aber etwas enttäuscht. Einfach zu viel Schema F, da reichen die teilweise sehr schönen Bilder nicht.

Und das Finale war spektakulär, aber furchtbar kitschig. Dafür aber, wie anfangs schon erwähnt, gute Werbung für die Weiterentwicklung der bemannten Raumfahrt…

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